Ein besonderes Anliegen ist es mir, meine Erfahrungen mit der Alexander-Technik in Verbindung mit meiner langjährigen Tätigkeit als Geiger und Geigenlehrer an Musiker weiterzugeben.

Die Alexander-Technik hat mir auch für das Musizieren eine grundlegende Perspektive eröffnet. Ich bemerkte, dass ich beim Geigen gewohnheitsmäßig viele Körperpartien synchron „im Einsatz“ hatte. Viele Bewegungen unnötig parallel geschaltet waren, oft mit einem übermäßigen Muskeltonus.

Integration by separation

Wir lernen mit der Alexander-Technik, den einzelnen Elementen unseres Bewegungsapparates wieder ihren eigenen Raum zu geben. Entscheiden neu, auf welche Weise wir sie beim Spielen miteinander verbinden wollen. Wir entknoten uns sozusagen.
Und können ein Vielmaß an Muskelarbeit weglassen, ohne dabei schlaff zu werden. Im Gegenteil. Wie durch einen Wasserschlauch auf dem wir endlich nicht mehr stehen, kann wieder die volle Vitalität fließen. In alle Richtungen.  

Und wir entdecken den Raum zwischen Reiz und Reaktion. Oft verführt uns eine nahende schwere Passage oder allein schon das Ansetzen des Instrumentes mit unserer gesamten Aufmerksamkeit und Gestalt in das Instrument „hineinzufallen“. Den Impuls, sofort und automatisiert loszuspielen, lernen wir mit der Alexander-Technik zu stoppen. Wir beginnen wahrzunehmen, dass wir in jedem Moment des Musizierens in Kontakt mit uns selbst bleiben können.